DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Georg Feller (ca. 1984)
Georg Feller (ca. 1984) [[3]]
Feller, Georg (30.1.1906 Darmstadt - 12.12.1993 Wiesbaden) war ein deutscher Gewerkschafter, Widerstandskämpfer und Kommunalpolitiker.

Feller besuchte die Volksschule, absolvierte eine kaufmännische Lehre und war anschließend als kaufmännischer Angestellter tätig. Politisch organisierte er sich ab 1925 beim Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, 1926 schloss er sich der SPD und dem Zentralverband der Angestellten an. Als er bei Kämpfen gegen die NSDAP-Schlägertruppe SA beteiligt war, wurde er zu drei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

1934 schloss sich Feller einer illegalen Gruppe des Reichsbanners und der verbotenen SPD an. 1935 wurde er erneut festgenommen, kam in Gestapo-Haft und erhielt eine zweieinhalbjährige Zuchthausstrafe. Danach wurde er 1938 bis 1940 im KZ Buchenwald interniert. Nach der Entlassung musste er sich täglich bei der Polizei melden und wurde als Hilfsarbeiter dienstverpflichtet.

1943 wurde er zur Strafeinheit 999 verpflichtet. Er war bis Kriegsende auf der griechischen Insel Rhodos als Funker eingesetzt, wobei er sich an Widerstandsaktivitäten beteiligte. Nach dem Krieg war er noch bis 1947 in britischer Kriegsgefangenschaft in Ägypten.

Nach der Rückkehr nach Wiesbaden betätigte er sich wieder politisch in der SPD, wurde Betriebsratsvorsitzender, Gewerkschaftssekretär, Stadtverordneter in Wiesbaden und schließlich 1960 hauptamtlicher Stadtrat und Sozialdezernent.

1984 wurde ihm die höchste Auszeichnung des Landes Hessen, die Wilhelm-Leuschner-Medaille verliehen.


Q: [1] [2] [3], Abbildung: [3]

 

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