Im Jahr der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten gehörte er zu den Gründern des Pfarrernotbundes.
1934 folgte eine Strafversetzung nach Horrweiler.
Er wurde Vorsitzender des Bruderrates Nassau, der neu gegründeten "Bekennenden Kirche" in Hessen-Nassau, einer Widerstandsbewegung, die auf der Arbeit des Pfarrernotbundes aufbaute und der sich engagierte Pfarrer in ganz Deutschland anschlossen.
Seine Aktivitäten führten zu Disziplinarverfahren, Verhören, Hausdurchsuchungen und Geldstrafen.
Der Briefausschnitt aus der Abbildung zeigt seine Haltung.
1936 wurde er Pfarrer in Offenbach und blieb dies bis zu seinem Tod.
Er setzte sich zum Teil mit Erfolg für getaufte Juden und Behinderte ein, versteckte sie und rettete sie so vor der Gaskammer, heißt es in einer Veröffentlichung anlässlich einer Stolpersteinverlegung 2009. Laut einer Liste des Ortsgruppenleiters Tempelsee sollte er "nach dem Endsieg" mit seiner Familie in Sippenhaft genommen und erschossen werden, heißt es dort weiter.
In einer Ausstellung "75 Jahre EKHN" (Evangelische Kirche in Hessen-Nassau) wird ebenfalls an ihn erinnert: