Von 1923 bis 1933 arbeitete er in Dortmund und baute dort 1928 die Kirche St. Nicolai, eine der ersten Eisenbeton-Kirchen, sowie die Industrie- und Handelskammer.
1933 wurde Grund als Professor und Leiter an die Kunstakademie Düsseldorf berufen sowie Leiter der Landesstelle der Reichskammer der bildenden Künste in Düsseldorf und schließlich 1935 bis 1937 NSDAP-Referent für Städtebau. Im Jahr 1937 organisierte er als künstlerischer Leiter die Reichsausstellung "Schaffendes Volk" in Düsseldorf, wo er auch prominentes Mitglied der NSDAP war. Dort wirkte er bis 1938. Einer anderen Quelle zufolge wurde Grund 1937 als Direktor der Akademie der Künste in Düsseldorf entlassen und aus der Reichskammer der bildenden Künste ausgeschlossen. Der Biograph Paul Girkon klammerte Grunds Tätigkeit während des Nationalsozialismus in seiner erstmals 1952 und dann 1962 in Darmstadt erschienenen wohlwollenden Biographie, die er Grund zum 60. und 70. Geburtstag widmete, elegant aus.
Nüchtern heißt es dort:
Über das Lob der Siedlungsarchitektur vergaß der Autor zu bemerken, dass mit der "Düsseldorfer Ausstellung" die "Große Reichsausstellung 'Schaffendes Volk'" und die in Verbindung damit errichtete "Schlageterstadt" gemeint war, eine der bedeutendsten Ausstellungen des Nationalsozialismus.
Im September 1946 wurde in der Sitzung des Bau- und Personalausschusses der Stadtverordnetenversammlung darüber diskutiert, Grund als technischen Beigeordneten der Stadt Darmstadt einzustellen. Der damalige Oberbürgermeister Ludwig Metzger bemerkte dazu laut Protokoll:
Gegen eine Einstellung von Grund erhoben die Stadtverordneten Lang (CDU), Gisbert (SPD) und Ziegs (SPD) Widerspruch. Es wurde gefragt, "ob es unbedingt notwendig sei, einen Belasteten in eine derart führende Stellung zu berufen". Der Stadtverordnete Ziegs meinte, "dass man es sich nicht erlauben könne, einen Belasteten einzusetzen, man solle sich nach einem anderen technischen Beigeordneten umsehen". In der Stadtverordnetenversammlung am 12. Juni 1947 jedoch wurde Grund von Oberbürgermeister Ludwig Metzger als neuer städtischer Oberbaudirektor vorgestellt. Grund selbst schien seine nationalsozialistische Vergangenheit nicht zu problematisieren.
Am 22. Juli 1955 bzw. 8. September 1965 wurde Grund von der TH Darmstadt zum Ehrensenator ernannt. "Nicht oft ist die Bedeutung eines großen Werkes von den Zeitgenossen in so maßgeblicher Weise anerkannt worden" stellte Girkon fest.
Auch die Stadt Darmstadt bemühte sich um eine angemessene Ehrung ihres Oberbaudirektors. In der Sitzung am 25. Oktober 1957 nahm der Magistrat "zustimmend davon Kenntnis, dass der Oberbürgermeister mit Schreiben vom 17. Oktober 1957 vorgeschlagen hat, Oberbaudirektor Prof. Grund das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Halskreuz) zu verleihen. Außerdem wird beschlossen, Oberbaudirektor Prof. Grund anlässlich der Vollendung seines 65. Lebensjahres am 15. November 1957 die Silberne Verdienstplakette der Stadt Darmstadt zu verleihen". Der Antrag zur Verleihung des Verdienstordens scheiterte jedoch an Grunds politischer Vergangenheit. In der Magistratssitzung am 7. August 1959 wurde erneut über den Antrag auf Verleihung des Verdienstordens an Grund verhandelt. In einer Niederschrift heißt es:
Grund wurde 1967 durch Benennung einer Straße in Darmstadt-Kranichstein, der Grundstraße, geehrt.
Erst nach langen Protesten und Diskussionen beauftragte die Stadt Darmstadt eine Untersuchung mit dem Namen "Projekt Darmstädter Straßennamen" [9], die eindeutig belegt hat, dass Peter Grund ein überzeugter Nationalsozialist war. Dort heißt es:
Daraufhin beschloss der Magistrat, die Straße umzubenennen. Ihr neuer Name lautet seit Mai 2023 Mirjam-Pressler-Straße. Das Bundesverdienstkreuz hat Grund nie erhalten. In Darmstadt erinnert an ihn der Peter-Grund-Bau (heute Gebäude 5) im Klinikum Darmstadt. In Darmstadt baute Grund außerdem u.a. den Aachener Hof, das John-F.-Kennedy-Haus, die ehemalige Filiale der Commerzbank in der Rheinstraße, das Fußballstadion am Böllenfalltor und die kommunale Hauptkläranlage. Im Meldeblatt von 1947 gab er als Adresse die Alicenstraße 3 an. Das Adressbuch verzeichnete ihn 1949 im Richard-Wagner-Weg 36. Später baute er sein eigenes Haus in der Dieburger Straße 203.