DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Krischer, Otto Peter Josef (7.5.1899 Bendorf - 26.5.1976 Darmstadt) war ein Darmstädter Professor.

Krischer studierte 1917 in Würzburg Kunstwissenschaften, besuchte 1919 die Kunstakademie in Berlin-Charlottenburg und 1920 die Kunstakademie in Dresden. Von 1924 bis 1927 studierte er an der Technischen Hochschule Darmstadt Maschinenbau, schloss das Studium als Dipl.-Ing. ab und promovierte 1928 mit einer Arbeit über "Die Auskühlung gerader und zylindrisch gekrümmter Wände aus dem stationären Zustand heraus sowie die Anheizung derselben bei Zuführung einer konstanten Heizleistung" zum Dr.-Ing. ebenfalls an der TH Darmstadt.

Nach seiner Promotion blieb Krischer an der TH Darmstadt, wurde im Mai 1940 zum apl. Professor für theoretische Wärmelehre und Heizung und Lüftung berufen und schließlich 1957 zum ordentlichen Professor für Heizungs- und Trockentechnik.

1944 wurden ihm zwei wohl kriegsrelevante Forschungsaufträge bewilligt über "Diffusionsvorgänge in feinporigen Gütern und Kunststoffschäumen" und über "Untersuchungen über Diffusionsvorgänge in feinporigen Gütern und Kunststoffschäumen".

Nach Angabe der Entnazifizierungskartei war Krischer von 1933 bis 1945 Mitglied der Hochschul-SA, von 1934 bis 1945 Mitglied der NS-Volkswohlfahrt und von 1940 bis 1945 beim Reichkolonialbund(RKB).

Im Entnazifizierungsverfahren wurde er als "nicht betroffen" eingestuft.

Die Darmstädter Adressbücher verzeichneten ihn 1929 als Dipl.-Ing. im Lucasweg 23, 1930 bis 1934 in der Landgraf-Georgs-Straße 148 und ab 1935 als Privat-Dozent im Alexandraweg 34.


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