DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Geißler (Geissler), Johann Maria Josef (Joseph) (17.2.1913 Darmstadt - ...) war ein Darmstädter Arzt.

Er hatte am 20. Juli 1937 an der Universität Frankfurt eine Dissertation zum Thema "Zur Kenntnis des Pseudohermaphroditismus masculinus internus" vorgelegt.

In den ersten, nicht von der Stadt Darmstadt herausgegebenen Adressbüchern von 1946 bis 1947 wird er als Bakteriologe und praktischer Arzt bezeichnet mit Adresse Liebigstraße 9. In den Adressbüchern der Stadt Darmstadt [7] von 1949 wird er als praktischer Arzt geführt, ab 1953 mit Adresse Alicenstraße 10.

Nach einer Zeitungsnotiz von 1984 war er nach 1945 Mitbegründer der neuen Hessischen Ärztekammer.

Geissler war bereits als Student am 20. Mai 1933 der NSDAP-Schlägerbande SA beigetreten. Am 1. Mai 1937 trat er nach Aufhebung der Aufnahmesperre auch der NSDAP bei, war als SA-Arzt und San-Ober-Scharführer tätig.

Im Entnazifizierungsverfahren wurde er als Mitläufer eingestuft und zu einer Sühneleistung von 800 Reichsmark verurteilt.


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