Er stammte aus einer Industriellenfamilie, seine Vorfahren gründeten 1847 die Chemische Fabrik Th. Goldschmidt in Berlin.
Nach Besuch eines Gymnasiums in Essen studierte er Chemie an den Universitäten in Dresden, München und Straßburg.
Am 17. Februar 1908 legte er an der Universität Straßburg seine Dissertation zu dem Thema "Über kathodische Metallzerstäubung in verdünnten Gasen" vor. Anschließend trat er in das Familienunternehmen "Goldschmidt AG" ein.
Am Ersten Weltkrieg nahm er als Batterieführer der 1. Gebirgsbatterie teil.
1923 wurde Goldschmidt Vorstandsvorsitzender der Goldschmidt AG und blieb dies bis 1958.
Auf der Firmen-Homepage von Evonik, einem Darmstädter Unternehmen mit Wurzeln in der Goldschmidt AG, heißt es zur Tätigkeit des Unternehmens im Nationalsozialismus:
"Wie die gesamte chemische Industrie profitierte Goldschmidt in den 1930er Jahren von den Aufrüstungsmaßnahmen der nationalsozialistischen Machthaber. Zahlreiche Produktionen wurden ausgeweitet, was ab 1942 nur durch den Einsatz von Zwangsarbeitern möglich war. Insbesondere die Leimfilmfertigung galt als kriegswichtig für den Flugzeugbau."
Nach Wikipedia habe Goldschmidt zunächst die nationalsozialistische Machtübernahme in Deutschland begrüßt, lehnte sie aber später ab. Wann dieses später war, bleibt leider offen. Bei Helmut Maier sei auch zu lesen, dass die örtliche Gauleitung die Familie Goldchmidt zunächst wegen des Namen verdächtigt habe, Juden zu sein, was sich aber aufklärte.
Nach Klee war die Firma Goldschmidt mit 15 Prozentan der Firma DEGESCH beteiligt, der "Deutschen Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung m. b. H.". Die DEGESCH vertrieb nicht nur Schädlingsbekämpfungsmittel, sondern war auch Inhaberin des Patents zur Herstellung von Zyklon B, das im Nationalsozialismus auch für Massentötungen in mehreren Vernichtungslagern eingesetzt wurde.
Nach dem Krieg war Goldschmidt von 1945 bis 1953 Präsident der Industrie- und Handelskammer Essen, Senator der Max-Planck-Gesellschaft, bis 1953 Schatzmeister des Vereins Deutscher Chemiker, 1953 Ehrenpräsident der Industrie- und Handelskammer Essen, Träger der Carl-Duisberg-Plakette, 1954 Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Hannover und wurde 1958 mit dem Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern ausgezeichnet. Am 11. März 1953 verlieh ihm auch die Technische Hochschule Darmstadt die Würde eines Ehrensenators.
Nach dem Krieg hatte sich Goldschmidt in Seeheim an der Bergstraße niedergelassen. Das Adressbuch von 1949 verzeichnete in Seeheim "Goldschmidt, Theod. AG., Laboratorium, Markthalle, Seeheim. F 8197".
Die Gemeinde Seeheim wirbt mit einem Goldschmidt-Park. In einer Veröffentlichung der Gemeinde heißt es dazu:
Anfang der 1950-Jahre beantragte Prof. Dr. Theo Goldschmidt aus Essen die Erlaubnis zur Errichtung einer Begräbnisstätte für seine Familie in Seeheim. Die Grabstätte sollte "rund um die Villa Tannenberg" liegen.