DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Gräf, August (6.5.1890 Darmstadt - ...) war nach Angabe des Meldeblattes von 1946 ein Bankdirektor. Als Adresse war die Emilstraße 13 angegeben. Kurzzeitig wohnte er auch in Traisa bei Darmstadt.

Nach Angabe der Entnazifizierungskartei war er am 1. Mai 1933 der NSDAP beigetreten und war seit Juli 1933 Vertrauensmann beim Amt für Beamte. Weiter ist dort vermerkt: "Aus d. Partei ausgetreten, Abstammung nicht einwandfrei. Ausgetreten?"

Die Darmstädter Adressbücher verzeichneten ihn 1921 als Bankbuchhalter und 1924 als Bankbevollmächtigten in der Kiesbergstraße 56. Von 1927 bis 1930 lautete der Eintrag "Direktionsbevollmächtigter bei der Hess. Girozentrale, Kiesbergstraße 56" und ab 1933 bis 1942 "Bürodirektor, Heinrichsstraße 153". 1949 lautete der Eintrag mit gleicher Berufsbezeichnung, allerdings in der Liebigstraße 54.

Im Entnazifizierungsverfahren wurde er als Mitläufer eingestuft und zu einer Sühneleistung von 150 DM verurteilt.


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