1937 machte er Abitur und war anschließend beim Arbeitsdienst. Beim Militär war er laut Bundesarchiv vom 5. September 1939 bis 1. Mai 1940 in der Einheit 4. Batterie Reserve-Flak-Abteilung 115.
Nach [10] studierte er in Kiel und Greifswald.
Wolfram Grosch legte am 23. Februar 1945 an der Universität Berlin seine Dissertation über die "Prognose des Kindes bei Nabelschnurvorfall" vor. Ein weiterer Eintrag bei HEBIS [5] verzeichnet eine Dissertation vom gleichen Verfasser mit identischem Thema, die 1943 an der Universität Kiel vorgelegt wurde. Im Meldeblatt von 1946 wird das Geburtsjahr mit 1910, das auch als 1919 gelesen werden kann. Im Dokument der Spruchkammer ist das Jahr 1919 angegeben. Nach Angabe von [10] ist 1919 korrekt.
Die offenbar zweimal vorgelegte Dissertation wirft Fragen auf.
Im Meldeblatt von 1946 gab er an, seit 27. Dezember 1945 bis 24. Mai 1946 in Hamburg-Berne, Hilfskrankenhaus gewohnt zu haben. Diese Angabe wurde jedoch gestrichen.
Er lebte seit 24. Mai 1946 in Darmstadt-Eberstadt, Städtische Hautklinik, Gabelsberger Straße 8.
In der Entnazifizierungskartei wurde sein Geburtsjahr wieder mit 1919 angegeben. Damals gab der ledige Arzt an, von 1932 bis 1937 der HJ (Hitlerjugend) angehört zu haben. Daher erklärt sich auch die Einstufung als Jugendamnestie. Im Adressbuch von 1949 war er als Dr. med., Arzt, Gabelsberger Straße 68 verzeichnet. Danach erscheint er in den Ärzteverzeichnissen nicht mehr.
Im Geni-Profil von Paul Wolfram Grosch ist sein Geburtsjahr wieder mit 1919 angegeben. Nach dieser Quelle war er als Hautarzt in Michelstadt tätig und starb dort am 5. Oktober 1982. Nach [10] muss er zwischen 1949 und 1952 nach Michelstadt gezogen sein.