DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Truffel, Otto (21.7.1908 Darmstadt - ...) war ein Darmstädter Arzt.

Der Name Otto Truffel war erstmals im Adressbuch von 1906 als "Truffel, Otto, Krankenpfleger, Bismarckstraße 28" eingetragen. Das Haus gehörte der Stadt Darmstadt. Der angegebene Otto Truffel ist wohl der Vater des späteren Arztes. In der Ausgabe 1927 lautete der Beruf "Ob.-Krankenwärter". In den Ausgaben von 1927 bis 1929 lautete die Berufsangabe "Laborant" und ab 1930 bis 1942 "Betriebsassistent".

Das Meldeblatt vom 11. Februar 1949 ist leider teilweise zerstört, lesbar aber ist, dass er seit 11. Mai 1938 verheiratet ist. Dem Meldeblatt ist auch zu entnehmen, dass sein Entnazifizierungsverfahren vor der Spruchkammer Fulda-Land durchgeführt wurde.

Nach Angabe der Entnazifizierungskartei war Truffel nach Ende der Aufnahmesperre am 1. Mai 1937 der NSDAP beigetreten, Mitglied der Schlägerbande SA war er bereits 1933 geworden. Er gehörte zur Ortsgruppe Maintor. Als Beruf wurde "Med.-Prakt." eingetragen. Das Meldeblatt enthält in der Rubrik "Früherer Beruf" keinen Eintrag, bei "Jetziger Beruf" die Angabe "Arzt". Als Adresse war die Bismarckstraße 28 angegeben, jedoch gestrichen und durch Alicenstraße 32 ersetzt. Es folgt ein handschriftlicher Zusatz "Bad Salzschlirf".

In den Verzeichnissen nach 1945 wird kein "Truffel" mehr geführt.

Otto Truffel legte am 24. Februar 1949 an der Medizinischen Akademie Düsseldorf eine Dissertation zum Thema "Eine klinisch-anatomisch eigentümliche Beobachtung zur Kasuistik der cavernösen Lungensyphilis" vor.


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