DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Zech, Theodor Johannes Werner (16.3.1907 Hamburg - 5.7.1971 Darmstadt) hatte von 1925 bis 1930 an den Universitäten Tübingen, Hamburg und Göttingen studiert und 1931 die wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen abgelegt.

Im Jahr 1932/33 war er als Hilfsassistent und Assistent am Institut für Praktische Mathematik an der Technischen Hochschule Darmstadt tätig.

Im Jahr 1937 legte er an der Technischen Hochschule Darmstadt seine Dissertation zu dem Thema "Anschauliches zur Iteration bei Gleichungen und Differenzialgleichungen" vor.

Am 1. April 1941 wurde er Dozent für Mathematik an der Technischen Hochschule Darmstadt und 1941 bis 1942 mit der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte einer ordentlichen Professur an der Deutschen Universität Prag beauftragt.

Am 16. September 1942 wurde er von der TH Darmstadt beurlaubt und war bis 31. August 1943 Sachbearbeiter bei den Junkers-Flugzeugwerken in Dessau.

Am 1. September 1943 wurde er zur Wehrmacht einberufen und war bis zum 2. November 1948 in russischer Kriegsgefangenschaft.

1949 wurde er zunächst Studienreferendar am Realgymnasium in Heppenheim, 1950 Privatdozent für Mathematik an der TH Darmstadt und schließlich am 3. November 1953 Studienrat an der Georg-Büchner-Schule. Dort wurde er 1955 als Oberstudienrat ständiger Vertreter des Oberstudiendirektors.

Im Juli 1969 wurde Zech in den Ruhestand versetzt.

Zech war am 4. November 1933 der NSDAP-Schlägerbande SA beigetreten und trat am 28. November 1936 "aufgrund beruflicher Inanspruchnahme sowie der Tätigkeit als Blockwalter der NSV" wieder aus.

Die Darmstädter Adressbücher verzeichneten ihn 1937 als Assistenten in der Wilhelm-Glässing-Straße 22 und 1940 bis 1942 als Dr.- Ing. ebendort.

Zuletzt wohnte er in der Flotowstraße 24.


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