DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Aufleger, Hans (4.9.1907 Darmstadt - 1.11.1994 Ober-Ramstadt) war ein Darmstädter Zahnarzt.

Das Darmstädter Adressbuch [3] verzeichnet erstmals 1907 den Namen Aufleger, konkret Franz Auflager als Sergeant in der Darmstraße 33. Die Ausgaben von 1908 und 1909 verzeichnen ihn dann als Vizefeldwebel in der Magdalenenstraße 8, 1910 und 1911 in der Beckerstraße 11 und von 1912 bis 1915 in der Beckerstraße 26.

Es spricht viel dafür, dass Franz Aufleger der Vater von Hans Aufleger ist und nach 1915 als Soldat am Ersten Weltkrieg teilnahm und daher Darmstadt verließ.

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Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP [5]

Hans Aufleger promovierte 1934 an der Universität München zum Thema "Über den sogenannten Vagusstoff".

Das Adressbuch von 1937 verzeichnet erstmals einen "Aufleger, Hans, Dr., Zahnarzt, Heidelbergerstr. 83". Unter dieser Adresse führt er seine Praxis auch nach 1945 weiter.

Nach Angabe der Entnazifizierungskartei [2] hatte sich Aufleger, der verheiratet war und der Katholischen Kirche angehörte, am 26. August 1926 mit der Mitgliedsnummer 43.396 der NSDAP angeschlossen. In München wurde er Mitglied der SS. Von der NSDAP wurde er mit dem Goldenen Parteiabzeichen (siehe Abbildung) ausgezeichnet.

Aufleger liegt auf dem Friedhof Ober-Ramstadt begraben


Q: [1] [2] [3] [4], Abbildung: [5]

 

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