Im Personal- und Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 1939/40 der Christian-Albrechts-Universität Kiel wurde "Dr. jur. Hansen, Vizepräsident beim Oberlandesgericht Darmstadt" als Ehrenbürger der Universität geführt.
Hansen begann seine Karriere als Jurist 1918 als Landgerichtsrat in Memel, wechselte in gleicher Funktion 1924 nach Kiel und wurde dort 1928 Oberlandesgerichtsrat. Er wurde auch in die Funktion eines Kriegsgerichtsrats berufen.
Ab 1932 war er hauptamtliches Mitglied des Juristischen Landesprüfungsamtes in Kiel.
Am 1. Mai 1936 wechselte er nach Hessen und wurde Vizepräsident am Oberlandesgericht Darmstadt.
Von April bis Juli 1945 sei er Leiter der Justizabteilung der Regierung Hessen (Darmstadt) unter Bergsträßer gewesen, heißt es bei Mühlhausen.
Maria Stirtz berichtet in ihrer Veröffentlichung "Heinrich von Brentano", dass Hansen an der Gründung des CDU-Kreisverbandes Darmstadt beteiligt war. Richter Otfried Keller weiß ebenfalls, dass Hansen zum Mitarbeiterstab Professor Bergsträßers (SPD) gehört habe.
In [7] wird Dr. Hansen als zuständig für das Justiz-Ressort genannt. Während auf den folgenden Seiten 2 und 3 unter der Überschrift "Die neuen Männer" biografisch vorgestellt werden, fehlt Hansen. Dafür ist die "Bekanntmachung betr.: Wiederaufnahme der Gerichte" auf Seite 3 und 4 vom 20. Juni 1945 für die Justizabteilung von "i. A. Dr. Hansen" unterzeichnet.
Wegen seiner Mitgliedschaft in nationalsozialistischen Organisationen bzw. der Partei, existiert über ihn eine Entnazifizierungsakte.