DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"

Ferdinand Koob
Ein Foto von 1949 v. l. n. r.:
Ferdinand Koob; Jöckel; N. N.; Heinrich Petermann; Ludwig Clemm; Walter Gunzert; Walter Heinemeyer [6]
Koob, Ferdinand (25.4.1912 Heppenheim - 19.2.1972 Darmstadt) war ein Darmstädter Archivar.

Nach Angabe des Meldeblattes von 1946 wohnte er ab 1938 in Darmstadt, als früheren Beruf hatte er Archivinspektor, als jetzigen Beruf Hilfsarbeiter angegeben.

Von 1936 bis 1940 absolvierte Koob eine Ausbildung für den gehobenen Archivdienst und war ab 1941 außerplanmäßiger Archivinspektor.

Er war auch Soldat im Zweiten Weltkrieg.

Nach 1945 war er Archivar im Hessischen Staatsarchiv und von 1954 bis 1972 Archivamtmann im Staatsarchiv Darmstadt.

Die Stadt Heppenheim verlieh ihm 1965 die Verdienstplakette der Stadt, und 1971 wurde er Ehrenbürger der Stadt Heppenheim.

Koob war von 1934 bis 1935 Mitglied der Hitler-Jugend, von 1935 bis 1936 Mitglied des NS-Studentenbundes und ab 1937 auch der NSDAP.

Im Entnazifizierungsverfahren wurde er als Mitläufer eingestuft und zu einer Sühneleistung von 2.000 Reichsmark verurteilt.

Die Darmstädter Adressbücher führten ihn 1942 als Archiv-Inspektor in der Bismarckstraße 68 und 1949 in der Kaupstraße 43.


Q: [1] [2] [3] [4] [5], Abbildung: [6]

 

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