Während dieser Zeit veröffentlichte er literarische Texte in der Darmstädter "Dachstube", einer kleinen Schrift, die sich der jungen Kunst und Literatur widmete. Wie so viele seiner Generation führten ihn seine Kriegserlebnisse zum Sozialismus.
1919 begann Haubach in Heidelberg Philosophie, Soziologie und Nationalökonomie zu studieren, beendete 1923 sein Studium mit einer Promotion mit dem Titel "Versuch einer Phänomenologie des aesthetischen Bewusstseins im Grundriss" (Gliederung der Dissertation siehe Abbildung).Danach ging er als Doktor der Philosophie an das Institut für Außenpolitik nach Hamburg und wurde ein Jahr später Redakteur der sozialdemokratischen Tageszeitung "Hamburger Echo".
Inzwischen war Haubach 1920 der SPD beigetreten und arbeitete in ihr aktiv mit. Zusätzlich trat er in die Leitung der Hamburger Organisation des Reichsbanners "Schwarz-Rot-Gold" ein und wurde Abgeordneter in der Hamburger Bürgerschaft.
1929/1930 kam Haubach als Pressereferent in das Preußische Innenministerium und
danach in gleicher Funktion in das Berliner Polizeipräsidium. 1933
wurde er aus dem Staatsdienst entlassen und in den ersten sechs Jahren
der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wiederholt verhaftet. Er
war zwei Jahre im KZ Esterwegen inhaftiert. Seit 1935 arbeitete er als
Versicherungsvertreter und schloß sich 1942/1943 dem Kreisauer Kreis
an. Im Dezember 1943 hielt er in Darmstadt auf dem Waldfriedhof die
Trauerrede für den beim Leipziger Bombenangriff umgekommenen Carlo
Mierendorff.
Am 9. August 1944 wurde er von der Gestapo
verhaftet, am 13. Januar 1945 vor Gericht gestellt und am 23. Januar 1945 zusammen mit seinem
Freund Ludwig Schwamb hingerichtet.
In Darmstadt erinnern an ihn der Haubachweg im Steinbergviertel, eine Gedenktafel an seinem zeitweiligen Wohnhaus in der
Stauffenbergstraße 65a sowie zwei
Gedenksteine auf dem Waldfriedhof.
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