DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Krebs, Josef (20.1.1911 Nürnberg - ...) war nach Angabe der Entnazifizierungskartei ein Chemiker, der von 1940 bis 1943 Mitglied der NSDAP war, zeitweise stellvertretender Blockwart, Mitglied der SS und auch der Waffen-SS. Als Funktion war Sturmmann ab 1944 angegeben. Nach 1945 war zunächst als Adresse Gundelsheim, Römheldstraße 7 und danach in Darmstadt, Bismarckstraße 75 angegeben. Diese Liegenschaft stand zumindest vor 1945 im Eigentum der Chemischen Firma Röhm und Haas.
Nach Angabe der SA-Stammliste war er auch Mitglied der NSDAP-Schlägerbande SA.
Nach Angabe der Patentverzeichnisse lebte er nach 1945 in Traisa bei Darmstadt.
Auf der Internet-Seite [4] werden mehrere Patente von Dr. Josef Krebs bei Röhm und Haas gelistet.
Krebs hat am 15. Mai 1939 an der Berliner Universität seine Dissertation mit dem Titel "Beiträge zur biologischen Zellsubstanz-Synthese" vorgelegt.
Nach Angabe der Entnazifizierungskartei wurde er im Entnazifizierungsverfahren als Mitläufer eingestuft bzw. wurde ihm die Weihnachtsamnestie zuerkannt.
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