DFG-VK Darmstadt "Von Adelung bis Zwangsarbeit - Stichworte zu Militär und Nationalsozialismus in Darmstadt"
Winklers Verlag Der Darmstädter Winklers Verlag hieß laut Adressbuch [2]:

"Winklers Verlag, Winkler, Michael Nachf. Gebr. Grimm, Kurzschriftverlag"

und hatte seinen Sitz in der Bismarckstraße 76 (1935) (1954/55) und in der Bismarckstraße 76-80 (1960/61).

Der Verlag wurde 1902 von dem Kammerstenografen Michael Winkler gegründet. 1923 wurde er von den Gebrüdern Heinrich Grimm (11.5.1891 in Arheilgen-Darmstadt - 2.3.1976 Darmstadt) und August Grimm (8.4.1900 Arheilgen Krs. Darmstadt - ...) übernommen. 1927 werden sie erstmalig im Adressbuch erwähnt:

"Heinrich u. August Grimm, Verlagsbuchhändler, Inh. d Fa. Mich. Winkler Nachfolger, Kurzschriftverlag, Bismarckstr.76." Sie sind auch Eigentümer der Liegenschaft.

Der Schwerpunkt des Verlags lag auf der Herausgabe von Lehr- und Lernmitteln, vor allem auch in Kurzschrift.

Im Stadtlexikon [3] heißt es zu Winklers Aktivitäten in der Zeit des Nationalsozialismus:

"In der NS-Zeit wurde der Betrieb als nationalsozialistischer Musterbetrieb ausgezeichnet und bekam 1940 die goldene Fahne der Deutschen Arbeitsfront und das Leistungsabzeichen für vorbildliche Förderung von 'Kraft durch Freude' verliehen".

Nach Angaben in der im Internet veröffentlichten Schrift "Zensierte Schriften in der BRD" [1] hat offenbar der Winklers-Verlag glänzende Geschäfte in der NS-Zeit verzeichnet. Hier eine Auswahl nur der Schriften, die eine politische Färbung des Inhalts versprechen:


Q: [1] [2] [3]

 

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